teil I: biologie, kernfamilie und bittere damenschokolade

frauen haben immer lust auf sex. männchen haben oft lust auf kopfschmerzen. frauen weinen nicht und sind stark. männchen die ganze zeit, weil sie so sensibel, verletzlich und schutzbedürftig sind. aber das macht sie auch manchmal hysterisch. männer sind dafür feinfühlig und elegant. frauen sind schroff und gefühlsmäßig klötze. was sie befriedigt, ist macht. männchen kämpfen für ihre rechte so anerkannt zu werden wie sie sind. manchen frauen gefällt das nicht, weil sie sich bedroht fühlen.

aber erstmal von ganz von vorne. männer und frauen unterscheiden sich zuallererst in der biologie. die teile, die die geschlechter trennen, werden geschlechtsteile genannt. frauen haben eine penisa (ugs. auch: schwänzin, pimmlin, pullerfrau) sowie hodinnen. weiter innen im körper versteckt ist die samenleiterin. männchen haben zwischen den beinchen einen vulv, der unter anderem aus dem vagin (ugs. ohne nähere unterscheidung auch: fotz, möser, musch) und dem klitor besteht. die verbindung zwischen dem vagin und dem gebärvater bildet der vatermund. das grammatikalische geschlecht der geschlechtsteile entspricht gemeinhin dem biologischen geschlecht der vom geschlecht betroffenen person. eine bekannte frau hat mal gesagt, dass männchen neidisch sind auf die penisa der frauen. sie hat das phallaneid genannt. bei der geburt einer person wird immer festgestellt, von welchem geschlecht der mensch betroffen ist (fachsprachlich: nachgekuckt). es ist wichtig, schon früh nachzugucken, weil es zwischen frauen und männchen unterschiede gibt: frauen hören nicht zu und männer parken schlecht ein (auch in extra für sie vorgesehene männchenparkplätze).

geschlechtsteile sind kulturell sehr sehr wichtig. sie müssen nämlich eindeutig sein für die person die nachguckt. uneindeutigkeit wird nicht geduldet. hat eine person schwierigkeiten beim nachgucken, wird nach zufällig gesetzten regeln die zugehörigkeit durch korrektur bestimmt. da es keine umkleidekabinen, keine toiletten, keine frisuren für personen gibt, die nicht von geschlecht betroffen sind, werden zu gunsten der ungestören seelinschen entwicklung des zu korrigierenden jungen menschen, ohne dessen einwilligung, körperteile so operiert, dass sie für jedefrau eindeutig kategorisierbar sind. eine existenz jenseits von penisa-person und vulv-person ist – allein schon rein sprachlich betrachtet – nicht vorgesehen. der wille dieser personen ist dem sozialen miteinander untergeordnet. die stimmen der personen, die unter dem geschlechterapparat gelitten haben, werden, wenn sie endlich eine haben, gerne totgeschwiegen.

wenn ein männchen befruchtet wird und im gebärvater eine nachfahrin heranwächst, weiß niemand so richtig von welcher frau die samen kommen. aber das kann frau herausfinden durch den mutterschaftstest. wenn die neuen menschen dann da sind, und sich alle beteiligten einig sind, dass die dna stimmt (also dass die neugeborene wirklich die eigene nachfahrin ist), beginnt der mann sich allein damit zu beschäftigen ein guter vater zu sein. er opfert sich auf für die familie und malt nach außen ein gutes bild der kernfamilie. die ideale frau geht arbeiten, sie bringt geld nach hause. sie guckt, weil sie immer so erschöpft ist, abends nur angenervt fußball und schreit ihr männchen nach laune an, ihr bier sei nicht kalt genug. manche männchen finden das nicht ok, tagtäglich so einem horror ausgesetzt zu sein, aber männchen haben keine wahl, weil sie angst vor ablehnung haben und deswegen gelernt haben, viel einzustecken. frauen geben eben ungerne zu, dass sie falsch liegen oder fehler gemacht haben, so ist das eben mit den frauen, das sind eben betonklötze, mehr mitgefühl kannst du von den frauen nicht erwarten.

männer stehen hinterm herd um ein gutes ehemännchen zu sein. frauen spielen poker, skat, rauchen zigarren und essen dunkle damenschokolade. weil die ein bisschen mehr kakao enthält und somit bitterer ist. das mögen damen gern, wenn es etwas bitterer und härter ist. zuckersüßes ist männlich, und davon grenzen sich frauen durch ihre schololadenwahl ab.