“herrlich” ist von “herr” abgeleitet und bedeutet so viel wie “wunderschön; so gut, schön oder auf andere Art positiv” [siehe: “herrlich” auf wiktionary].

“dämlich” ist von “dame” abgeleitet und bedeutet so viel wie “ausgesprochen dumm” [siehe: “dämlich” auf wiktionary].

so funktioniert #binärgenderismus im grunde. es ist oft unterbewusst und “natürlich nicht so gemeint”, aber es hängt da immer so eine bewetung und hierarchisierung mit bei zweigeschlechtlichen kategorien. es ist magisch, wenn wir die machtverhältnisse umkehren und gucken wie sich das so anfühlt. deswegen heute: die berufswelt.

die berufswelt wird von manchen personen als frei, egalitär und gleichgestellt betrachtet. die einteilung nach phenotyp ist in wirklichkeit aber außerordentlich streng. das hat geschichtliche wurzeln. hier betrachten wir einige beispiele.

in der männlichen berufswelt gibt es putzmänner, krankenbrüder, ärztinnenhelfer, callboys, empfangsherren, stewards, kindergärtner, näher, hebammer, masseure, sekretäre und frisöre, um einige zu nennen.

die drei letztgenannten bieten manchmal auch dienste sexueller natur für frauen an. manche geben gerne geld aus, um sich zugang zur körperlichkeit von männern zu verschaffen, da männer normalerweise scheu zurückschrecken wenn es um sowas geht. solche dienste werden dann durch “happy end” angedeutet, eine anspielung auf den spritzenden weiblichen samenerguss. männchen stehen im allgemeinen weitaus häufiger auf dem strich. solche männer werden im volksmund als “leichte männer” bezeichnet, weil sie für frauen, die etwas geld übrig haben, leicht zu bekommen sind. solange es frauen mit geld und in machtpositionen gibt, haben männer also immer einen sicheren arbeitsplatz in der sexindustrie.

weil männer eher als zerbrechlich gelten, war es ihnen bis in die 1970er jahre hinein verboten, lasten von mehr als 10 kg zu tragen oder als lastwagen-, bus- und straßenbahnführer zu arbeiten. zum glück ändern sich ja die zeiten.

frauen sind dagegen eher in machtpositionen, arbeiten an komplizierten maschinen, mit muskelkraft oder machen was mit geld. frauen arbeiten eher vollzeit und lebenslang. sie arbeiten beispielsweise als bauarbeiterinnen, fernfahrerinnen, automechanikerinnen, politikerinnen, informatikerinnen, handwerkerinnen, feuerwehrfrauen, pilotinnen aber auch müllfrauen, postbotinnen, fährfrauen, soldatinnen und hausmeisterinnen. erst seit neuerer zeit dürfen auch männer zum dienst an der waffe antreten. die karriere von männern ist oft kurz, weil von ihnen erwartet wird, dass sie früher oder später eine frau fürs leben finden, an deren schulter sie sich lehnen können. nach der heirat gehen männner oft nicht mehr arbeiten. männchen verdienen auch im schnitt viel weniger als frauen. deswegen wurde vielerorts eine männchenquote eingeführt, um männer mit frauen gleichzustellen und so die missstände zu verbessern. wenn in einem betrieb nur ein männchen angestellt ist, wird es manchmal als quotenmännchen bezeichnet. dies besagt indirekt, dass es nicht an seinem eigentlichen können liegt, dass er angestellt wurde, sondern weil der betrieb eine bestimmte anzahl männchen einstellen muss um sanktionen zu entgehen, ungeachtet seiner qualifikation.

männern wird außerdem innerhalb von betrieben unlauterer wettbewerb duch hochschlafen nachgerufen. viele frauen sind schwänzingesteuert und machen dann dealz mit männchen innerhalb des betriebes: wenn das männchen einer frau nach arbeitsschluss unter dem schreibtisch versteckt mit seinem zarten köpfchen zwischen ihren behaarten stämmigen beinen etwas oral in der mangel hat, dann riecht der genitalbereich plötzlich sehr nach beförderung. andere sagen es ist erpressung. oder ausnutzung. denn männer entblößen sich nicht freiwillig, denn das ziemt sich nich. nur wenn was dabei herausspringt, sind genitale dienste für diese personen nachvollziehbar.

wann sich diese zustände ändern werden ist ungewiss. wir wissen, dass frauen eben einfach nicht einfühlsam sind und sich nicht in die prekäre lage vieler männer in betrieben hineinversetzen können. frauen sind eher getrieben von karrieremöglichkeiten und mögen sozialen status. frauen sind in dieser hinsicht stark bevorteilt.

männer dagegen werden durch ihre hormonellen schwankungen als nicht zuverlässig, schwach und weinerlich gesehen. es gibt tatsächlich immer noch viele frauen, denen es unangenehm ist, wenn ein mann es geschafft hat, in der chefinnenetage zu laden. ihnen wird nachgesagt, dass sie unmoralisch handeln, wenn sie als männer ihre gesellschaftliche pflichen, nachwuchs für das mutterland zu produzieren und für kinder zu sorgen, vernachlässigen. karrieremänner und powermänner werden sie von anderen männern genannt, die es satt haben, in der berufswelt als zweitrangig betrachtet zu werden.

wir können nur hoffen, dass frauen, gerade diejenigen in machtpositionen, irgendwann beginnen, nachzuvollziehen, wie es sich für männer anfühlen mag, im beruf unterdrückt, marginalisiert und diskriminiert zu werden. die zeiten ändern sich hoffentlich.