ja, genau in diese.
in diese welt voller leid und hass
und konkurrenz und angst, unterzugehen
und gier und neid und zorn auf
dinge und person, die es nicht gibt,

die es nur gibt und nur deswegen so real ist
weil sie weiß, dass es sie nicht gibt,
insgeheim nur jedoch. die angsterfüllte welt
ist die angst selbst, und sie möchte angst haben.
das ist ihr innigster wunsch angst zu haben,
sonst wäre sie nicht frei.

freiheit, das ist der freie wille.
freiheit, das ist der glaube an den freien willen.
freiheit, das ist zu wissen, dass ich freiwillig an den freien willen glaube.
freiheit, das ist der freie wille nicht.

das kind nimmt nicht teil
am kampf um den freien willen.
es lehnt den freien willen freiwillig ab.
so groß ist das ausmaß des freien willens,
dass es den freien willen selbst
mitverschluckt.

das kind ist sich bewusst, dass
es spielt.
mit sich selbst.
das kind ist es nicht,
und doch ist es das kind.
das spielt.

es sieht den zorn, den neid, die gier, die angst.
und spielt weiter.
es sieht die angst und erkennt zwei.
zwiespalt, zweifel, zwielichtige verzweiflung.
es sieht das ganze und erkennt eins.
einzig, einsam.
es ist verblendet und erkennt null.
es gibt nichts zu nullifizieren.

das für-sich-mit-sich-alleinsein ist
das spiel, das sich ganz von selbst entfaltet.
das kind hat keine konkurrenz,
es ist immer für-sich-mit-sich-allein.


Das Bild oben ist white and pink flower bouquet von Oscar Helgstrand.