Dansk Krigergrav
Es steht ein Schild im Wald, auf dem steht Dansk Krigergrav, also “dänisches Kriegergrab” oder “Soldatengrab”. Ich folge dem Pfeil. Es kommt noch ein Schild mit gleich lautender Aufschrift und einem Pfeil. Und noch eins. Dann stehe ich davor. Vor dem Grab. Ein Grabstein in einer Einfriedung.
Laut Aufschrift ist es das Grab von Wilhelm Carl Joseph v. Nordberg, in der 2. Linie der Infanterie, geboren 1827, im Kampf gefallen bei Helligbæk (Fluss Helligbek).
Neben dem Grab ist ein Schild aufgestellt mit einem QR-Code. Darin kodiert ist eine URL des Idtstedt Museums, das sich gleich in der Nähe befindet. Auf der verlinken Webseite (Archiv) wird zuerst eine Sprachauswahl eingezeigt. Die Wahlmöglichkeiten sind “Deutsch”, “Plattdüütsch” und “Dansk”, jeweils mit einer Flagge versehen. Für “Deutsch” Schwarz-Rot-Gold, für “Dansk” den Dannebrog und für “Plattdüütsch” eine mir unbekannte grün-gelb-blaue Flagge mit skandinavischem Kreuz.
Draufgeklickt erscheint eine Seite mit dem Titel “Grab 10”, einem Photo von der Stelle, einem Audiostream, einer kurzen Beschreibung und einer Anzeige der Lage auf der Karte. Es gibt also noch mehr Gräber in der Gegend. Der Audiostream beinhaltet eine Kinderstimme, die die Beschreibung liest. Jeweils auf Deutsch (Archiv), Plattdüütsch (Archiv) und Dansk (Archiv).
In der Projektbeschreibung (Archiv) erfahre ich, dass es sich dabei um ein Schulprojekt handelt. Das Projekt beinhaltete den Entwurf einer Radtour, die Recherche von Gräbern und deren Geschichte, das Verfassen, Übersetzen und Einsprechen der Beschreibungen und den Aufbau und Programmierung der Webseite selbst.



